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So war's

Matteo, 19 Jahre


Nach meinem mittleren Bildungsabschluss wollte ich eigentlich eine Ausbildung zum Kaufmann für Versicherung und Finanzen machen. Nach zwei Praktika stellte ich fest, dass dieser Beruf für mich nicht in Frage kommt und ich gerne, mit Hilfe des FSJ, den sozialen Arbeitsmarkt näher kennen lernen wollte. Ich bin als Philou zum Heilpädagogischen Centrum Augustinum in die Werkstatt für Menschen mit Behinderungen (Gärtnerei Hollern) gekommen. Sicher, die Arbeit war sehr anspruchsvoll und nicht immer einfach, vor allem, wenn man das erste Mal mit einem Beschäftigten auf die Toilette muss. Schon nach einem halben Jahr wusste ich aber, dass ich mein FSJ um sechs Monate verlängern wollte und danach eine Ausbildung als Heilerziehungspfleger beginnen möchte. Das FSJ war eine Bereicherung für meinen persönlichen Werdegang und man sieht das Leben auf einmal mit ganz anderen Augen.

 

Julia, 25 Jahre


Nachdem ich bereits mehrere Jahre in einem kaufmännischen Beruf gearbeitet habe, wollte ich mal etwas komplett anderes ausprobieren. Meine Entscheidung für das FSJ in einem Internat für hörgeschädigte und gehörlose Kinder und Jugendliche habe ich nicht bereut. Man bekommt neue Ansichten, setzt sich mit Dingen auseinander, die im "normalen" Alltag wenig Beachtung finden und lernt außerdem viele neue Menschen kennen.

 

Simone, 20 Jahre


Nach dem Abitur wusste ich nicht, was ich studieren sollte. Ich wollte mal weg von zu Hause, gerne in eine fremde Großstadt ziehen, um dort das eigenständige Leben auszuprobieren. Mit dem FSJ konnte ich mir diesen Wunsch erfüllen. Natürlich habe ich in dieser Zeit auch Krisen erlebt, aber diese waren im Nachhinein gesehen sehr wichtig für mich. Bei der Arbeit und während der Seminare habe ich eine Menge über mich und andere gelernt. Hätte ich gleich nach dem Abi mit dem Studium begonnen, wären mir wahrscheinlich einige entscheidene Erfahrungen für mein Leben entgangen.

 

Sabine, 20 Jahre

 

Nach einem familiären Schicksalsschlag wollte ich Abstand gewinnen und mich neu im Leben orientieren. So bin ich als Phila zum Augustium nach Dießen am Ammersee gekommen. Am Anfang war ich ganz schön überrascht, wie anspruchsvoll und manchmal auch schwierig die Arbeit ist. Aber man wächst mit den Aufgaben. Ich glaube, die Zeit hier im Augustinum hat mich ganz schön verändert. Jetzt kann ich die Freuden des Lebens viel besser würdigen und auch die Konfrontation mit Krankheit oder Hilflosigkeit als Bereicherung empfinden.

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